DER OFFENE KUNSTSCHWARM = OKS - Das Original
von Robert Henne

Die Idee, Entwicklung, Erprobung und Veröffentlichung des OKS

Den offenen Kunstschwarm habe ich in den Jahren Anfang 1990 entwickelt und in den nachfolgenden Jahren vielfach erprobt und bis heute erfolgreich angewandt. Die 1.Veröffentlichung erfolgte in den Imkerzeitschriften „ADIZ“ und „die Biene“ im Jahr 1997, Heft Nr. 7, auf den Seiten 21+22 . In „Deutschen Bienenjournal“ erschien der Bericht im Jahr 1999, Heft 4, auf den Seiten 4–7 . In Internet-Foren stellen oft junge Imker Fragen zum OKS und bekommen die richtige Antwort von ihren Kolleginnen oder Kollegen meist in Kurzform. Für alle interessierten Imkerinnen und Imker, denen der von mir entwickelte offene Kunstschwarm, kurz OKS genannt, noch nicht bekannt ist, möchte ich hier das Prinzip ausführlich beschreiben. Anfang der Jahre 1990 kam mir der Gedanke, die allgemein gebräuchliche Feglingsbildung anders zu versuchen. Als Vorsitzender des Imkervereins Hofgeismar betreute ich damals12 Jahre lang ein Schauobjekt im Tierpark Sababurg. Es handelte sich um eine Klotzbeute und einen Schaukasten. Das Baumstammstück der Klotzbeute war in seinem Durchmesser eigentlich zu klein und es passten nur je 7 DN - Waben im Hochformat in den Brut- und Honigraum hinein. Für ein normales Bienenvolk eben zu klein. Ich konnte das Volk darin nur halten, weil ich ihm zu Beginn der Schwarmzeit alle Brutwaben entnommen habe, in den Brutraum stellte ich dann 7 Mittelwände hinein und die Königin mit einem Teil der Pflegebienen von den zuvor entnommenen Brutwaben kehrte ich wieder zurück. Der Honigraum blieb unangetastet, um genügend Bienen für den schnellen Ausbau der Mittelwände zu haben. Auf die neu ausgebauten Mittelwände legte die Königin ein neues Brutnest an, genau wie bei einem Naturschwarm. So bekam ich das Volk in der eigentlich zu kleinen Klotzbeute immer schwarmfrei durch den Sommer. Die Brutwaben wurden einem DN - Volk zugehängt. Das brachte mich auf den Gedanken, mit einem meiner 17 cm hohen Zanderwaben-Völker, nach der Tracht statt der herkömmlichen Kunstschwarmmethode, mal etwas ganz Neues zu versuchen. Ich habe dabei nicht wie üblich dem Volk einen Teil der Bienen entnommen, sondern die Brut, - es klappte auf Anhieb! - Über den großen Bautrieb und das Verhalten der Bienen wie bei einem Naturschwarm, war ich sehr erstaunt. So war damit der offene Kunstschwarm geboren. Mit diesem OKS wird die natürliche Vermehrung der Bienen – über das Schwärmen – am Besten nachgeahmt. In den folgenden Jahren erprobte ich den OKS nun auch in größerer Zahl immer wieder. Über den Erfolg, die Einfachheit der Erstellung und die vielseitigen Verwendungsmöglichkeiten war ich hoch erfreut. Nun wollte ich möglichst vielen Imker-Kolleginnen und Kollegen davon berichten, damit sie auch dieses erfolgreiche Prinzip des OKS für sich nutzen konnten. Die erste Veröffentlichung 1997 erschien leider in stark verkürzter Form. Ich denke, da in keinem Lehrbuch so etwas nachzulesen war, kam der Redaktion von einigen Imkerzeitschriften mein Bericht über den „offenen Kunstschwarm“ reichlich exotisch vor. In meinem Buch,“ Mein Leben mit den Bienen – Über 80 Jahre Imkern“ habe ich die vorteilhafte, ertragreiche Imkerei mit den 17 cm hohen Zander-Flachwaben beschrieben und auch die natürliche und bienengerechte Methode vom offenen Kunstschwarm. Daraufhin bekam ich viele Zuschriften und Mails. Meine Leser wollten u.A. über die flachen Waben und den OKS Genaueres wissen.

Der offene Kunstschwarm, was ist zu beachten

Die letzte Honigentnahme bei Trachtende ist die beste Zeit um einen OKS zu bilden. Ungefähr Mitte Juli, je früher desto besser, damit der zweite Kunstschwarm, der aus dem Restvolk gebildet wird, nicht zu spät in den August hinein fällt. Nach der ersten Augustdekade sollte man möglichst keinen OKS mehr machen, die Bienen beginnen dann, sich endgültig auf den Winter vorzubereiten. Zur Erstellung eines offenen Kunstschwarmes muss das Volk in zwei Teile geteilt werden: den weiselrichtigen waben- und brutlosen Teil (also die Honigraumbienen, die Flugbienen und die Königin) den Kunstschwarm, und den weisellosen Teil (das Restvolk mit der Brut). Einmal um den Bautrieb eines Schwarmes zu nutzen und zum Anderen, das Volk ohne die geringste Schwächung vollkommen varroafrei zu machen. Um das Volk zu teilen benötigt man einen zweiten Unterboden, Zarge, Deckel, Folie, Abdeckplatte und Gitterrahmen. Soll der Völkerbestand vermehrt werden, braucht man ohnehin neue Magazine, ist das nicht der Fall kann man auch improvisieren. Eine Hartfaserplatte in Zargengröße, drei Leisten für die Bodenfreiheit der Zarge auf den Rand der Hartfaserplatte genagelt, genügen für die kurze Zeit als Boden für das Restvolk. Als Deckel kann ein Zwischenschied, für die Bienenflucht, genommen werden. Zargen sind ja vorhanden und die teuren Beutenteile sind so überflüssig. Ist alles gut vorbereitet geht die Bildung eines OKS sehr schnell und hat den Vorteil, dass er mit dem Abschleudern bei Trachtende verbunden werden kann. Die Bienenmenge aus den Honigraumzargen, ist bei unseren Völkern mit ca. 2 kg Bienen ausreichend, d.h.: ca. 2 kg Bienen bewältigen problemlos den Ausbau von 20 Flachwaben. Mehr Bienen bringen nach meiner Erfahrung auch nicht mehr ausgebaute Mittelwände! Durch den natürlichen Abgang der Altbienen wird ein Schwarm, bis zum Schlupf der ersten Brut, immer schwächer und der Bautrieb erlischt zuletzt.

Die Erstellung des OKS

Tag 1.

Das Volk, von dem nun ein OKS gemacht werden soll, bekommt zuerst einen kräftigen Rauchstoß aus dem Smoker direkt in den Einflug, damit sich nicht zu viele Bienen der oberen Zargen, nach unten in den Brutraum drängen. Anschließend werden die Honigraum-Zargen abgenommen und in greifbarer Nähe abgesetzt. (Hier erweisen mir immer Klapptische ihren großen Nutzen.) Nach Trachtende ist die Gefahr einer Räuberei sehr groß, deshalb muss alles gut abgedeckt werden, am Besten mit leicht feuchten Tüchern, trockene Tücher weht der Wind schnell weg. Auf den Unterboden, der auf dem alten Standplatz steht, oder gestellt wird, kommt eine leere Zarge. Diese wird im vorderen Drittel mit einer Abdeckplatte abgedeckt, damit schon ein Dunkelraum für die abzukehrenden Bienen und die aufgeflogenen Flugbienen vorhanden ist.

Die Auswahl der Königin
Bitte nachlesen unter der Rubrik: Die Auswahl der Königin für den OKS hängt vom Vorhaben ab.

Noch Tag 1.

Der Käfig mit der Königin wird auf den Boden der Zarge gelegt, immer an eine Seitenwand, damit die Bienen sich über der Königin aufketten können. Die Gitterseite des Käfigs zeigt nach oben, so dass die Bienen einen guten Kontakt mit der Königin haben. Der kleine Käfig, in dem sich die Königin befindet, wird mit einem taubeneigroßen Stück Zuckerteig verschlossen. Bei einer Fremdkönigin ist es ratsam, etwas mehr Zuckerteig zu nehmen, weil die Zeit zur „Anfreundung“ mit ihrem neuen Volk etwas länger dauert. Gut ist es, bei allen OKS, zusätzlich noch ein handtellergroßes Stück Zuckerteig auf den Boden der Zarge zu legen. Der volle Honigmagen durch zusätzliches Futter ist auch ein Auslöser für den schnellen Baubeginn. Die Bienen aus den Honigraumzargen, hierbei handelt es sich um viele junge Bienen, werden nun zu der Königin in die leere Zarge gekehrt. Mit den noch zufliegenden Flugbienen entsteht ein Bienen-Gemisch wie bei einem Naturschwarm. Das Abkehren der Wabe geht bei meiner 17 cm Flachwabe mit den langen Trageohren besonders einfach. Ist alles abgekehrt, die Zarge mit Abdeckplatte und Unterboden anheben und einmal kräftig aufstoßen, damit alle Bienen auf den Boden der Zarge fallen. Die Abdeckplatte wird weggenommen und schnell der Drahtgitterrahmen aufgelegt. Dabei wird kaum mal eine Biene gequetscht. Der Deckel wird jetzt zur Verdunkelung auf den Gitterrahmen gelegt und der OKS ist erst einmal fertig! Das Flugloch bleibt immer offen! Darum habe ich mein Verfahren auch offener Kunstschwarm, bzw. „Der offene Kunstschwarm“ , kurz „OKS“ genannt.

Die Varroa-Behandlung im OKS

Weil der OKS im freien Raum hängend, nicht in einer Kiste eingesperrt ist, arbeitet er wie ein Naturschwarm. Sein Verhalten und vor allem der Bautrieb sind entsprechend ausgeprägt. Besonders harmonische OKS, (offene Kunstschwärme) bauen in den ersten 24 Stunden, in einer Schwarmtraube hängend, schon kleine Wäbchen unter das Drahtgitter. Gegen Abend, wenn sich alles beruhigt hat, werden die Bienen im OKS gegen die Varroen behandelt. Durch das Drahtgitter werden sie mit Perizin oder Oxalsäure beträufelt, ganz langsam, damit möglichst viele Bienen von dem Mittel benetzt werden. Ich bevorzuge das hochwirksame Perizin, denn hier auf die Bienen in der Schwarmtraube geträufelt, werden keine Waben kontaminiert und die Wirkung ist optimal. Die Bienen werden nicht den ätzenden Säuredämpfen ausgesetzt und der Anwender braucht keine Schutzkleidung. Damit ein echtes Schwarmgefühl entsteht, bleiben die Bienen bis zum nächsten Abend in der Schwarmtraube hängen.Wir bereiten eine Zarge mit Mittelwänden vor, für Tag 2.

Tag 2.

Der OKS, hat nun ca. 24 Stunden im leeren Raum gehangen, den ganzen Tag über konnte er fleißig fliegen und hat bereits kleine Waben gebaut. Einem solchen Schwarm gibt man jetzt die ersten Mittelwände, um den großen Bautrieb zu nutzen. Wir nehmen den Deckel ab und besprühen die Bienen zur Beruhigung leicht mit Wasser, durch das Drahtgitter hindurch. Die Zarge mit den Mittelwänden steht griffbereit neben unserem OKS, denn das Aufsetzen muss schnell gehen, damit keine Bienen gequetscht werden. Wie schon zu Anfang der OKS -bildung, wird das Ganze nun wieder einmal kräftig aufgestoßen, der Drahtrahmen weggenommen und die Mittelwandzarge aufgesetzt, Folie und Futterdeckel werden aufgelegt. Damit die Bienen in die Futterkammer zum Futter gelangen können, muss zuvor in die Folie ein etwa Handteller großes Loch geschnitten werden. Jetzt können sich die Bienen wieder unter den Mittelwänden aufketten und langsam hineinziehen um sie auszubauen. Der Ablauf der OKS -bildung ist einfach und schnell und besonders bienenschonend.

Tag 3.

Am Abend bekommt unser OKS das erste Flüssigfutter. Nur 1-2 Liter, damit am nächsten Abend, bei der Entfernung der Leerzarge kein Flüssigfutter umher schwappt, denn es müssen ja erst Zellen für die Ablagerung des Futters gebaut werden. Die Bienen bauen im Schwarmgefühl die Mittelwände auch mit Zuckerwasser einwandfrei aus! Wir bereiten eine zweite Zarge mit Mittelwänden vor, und ca. 5 Liter Flüssigfutter zu, für den nächsten Tag 4.

Tag 4.

Heute muss die untere, leere Zarge entfernt werden, sonst baut der Schwarm am zweiten Tag nach der ersten Futtergabe in den leeren Raum hinein. Die Entfernung der Schwarmtraube, die noch unter den Mittelwänden hängt, ist von der Wabengröße und der Unterbodenart abhängig. Ich beschreibe hier, wie wir das mit unseren 17 cm hohen Flachwaben und dem hohen Unterboden mit dem festen Zwischenschied machen. Die Bienenmasse der Schwarmtraube, die sich unter der 1.Mittelwandzarge in der Leerzarge aufgekettet hat, passt bei unseren 17cm Flachwaben nicht in die Wabengassen der 1.Zarge hinein. Deshalb stellen wir die 2. Mittelwandzarge auf einen Klapptisch dicht neben den OKS. Die Leer- und 1.Mittelwandzarge nehmen wir zusammen vom Unterboden hoch und setzen sie auf die 2.Mittelwandzarge auf. Die Schwarmtraube in der Leerzarge befindet sich nun zwischen den beiden Mittelwandzargen.

Die 1. Mittelwandzarge oben wird angekippt, die Bienentraube auf die Mittelwände der 2.Zarge gekehrt und die 1.Zarge zurück auf den Unterboden gesetzt. Danach wird die 2. Mittelwandzarge mit der Leerzarge oben auf die 1.Zarge drauf gesetzt. Mit etwas Rauch werden die Bienen von den Innenwänden der leeren Zarge auf die Mittelwände gekehrt und die Leerzarge weggenommen. Nun schnell Folie und Futterdeckel auf unsern OKS legen. Jetzt bekommen unsere Bienen die volle Menge Flüssigfutter von ca. 5 Liter denn der Futterstrom darf nicht mehr abreißen, damit alle 20 Mittelwände zügig ausgebaut werden. Es gibt keine bessere Methode, innerhalb eines Jahres, viele unbelastete Waben zu bekommen und/oder die Völker auf ein besseres Rähmchenmaß umzuwohnen. Bitte das Restvolk nicht vernachlässigen, in Pflege, Futter und Raumgabe, das soll ja unser zweiter offener Kunstschwarm werden!

Soll der Völkerbestand vermehrt werden ist folgendes zu beachten

Durch die Teilung eines Volkes und die damit entstehenden zwei Kunstschwarmvölker, ergeben sich mehrere Varianten in der weiteren Verwendung dieser beiden Völker. Nach meinem Maßstab muss der erste OKS zur Einwinterung 3 Flachzargen füllen. Das ist aber nur zu erreichen, wenn dessen Erstellung sehr zeitig erfolgt, also noch vor Mitte Juli. Hier noch auf ein paar Gramm Honig zu warten (und zu ernten) zahlt sich nicht aus. Der kommt dem OKS zugute und im nächsten Jahr wird die Honigernte aus diesem Volk um ein Vielfaches höher sein. Durch den frühzeitigen Beginn kann dieser OKS ein starkes Wintervolk aufbauen.

Kontrolle

Nach weiteren Tagen kontrollieren wir den Bau-Fortschritt, verbunden mit der nächsten Futtergabe. Alle Schwärme, so auch Kunstschwärme, zeigen im Bauen ein unterschiedliches Verhalten: das eine Mal bauen sie kompakt in der Mitte und ein anderes Mal rechts oder links stärker. Die bestifteten Waben kommen also in die Mitte, (bzw. bleiben dort) und daran anschließend werden die teilweise ausgebauten oder nicht ausgebaute Mittelwände gehängt. Ganz nach außen kommen die voll ausgebauten und mit Futter vollgetragenen Waben. Das ergibt neuen Bautrieb, für die Königin neuen Platz zum Bestiften und wir haben ein gleichmäßiges Ausbauen aller Waben erreicht.

Die Auswahl der Königin für den OKS hängt vom Vorhaben ab

In der Regel nehmen wir die Königin desselben Volkes von dem der OKS gemacht wird, dies ist die natürlichste Variante, wie bei einem Naturschwarm. Um auf einem Standplatz zeitgleich mehrere OKS machen zu können, wird die Königin bereits ein oder zwei Tage vorher gekäfigt. Der Käfig mit der Königin wird in eine alte Wabe eingeschnitten und in der oberen Zarge platziert, nach dem System: [...]„dritte Wabe von rechts,“[...] so hat man diese Königin schnell zur Hand, ohne suchen zu müssen.
Wenn das Volk umgeweiselt werden soll, belassen wir die Königin im Restvolk und nehmen für den OKS eine junge Reinzuchtkönigin. Die alte Königin entnehmen wir dem Restvolk erst am nächsten Tag, denn dann sind die Flugbienen abgeflogen. Wir lassen dafür eine Nachschaffungskönigin aufziehen, denn es sind ja 21 Tage Zeit bis alle Brut geschlüpft ist. Die zuerst verdeckelten Weiselzellen werden ausgebrochen, denn es besteht die Gefahr, dass zu große Maden umgewandelt wurden und das gibt in der Regel schlechte bzw. zu kleine Königinnen. Die zuerst geschlüpfte Königin übernimmt immer das Zepter und beißt die übrigen Zellen seitlich auf und sticht die darin befindliche Königin tot. Dieses Restvolk hatte zuvor eine Folie und den Deckel aufgelegt bekommen. Soll es auf dem Standort verbleiben, kommt das Restvolk, wenn alles fertig ist, auf den dafür vorgesehenen Platz. Soll es aber zu einem anderen Standplatz gebracht werden, bleibt es zur Seite gestellt, mit offenem Flugloch, zunächst bis zum Abend stehen, damit die Flugbienen zum OKS fliegen können. Bei totaler Trachtlosigkeit besprühen wir das Restvolk mit etwas Zuckerwasser, das treibt die Flugbienen hinaus.
Ist die junge Nachschaffungs-Königin in Eiablage, machen wir mit diesem Restvolk auch einen offenen Kunstschwarm in der gleichen Weise wie der erste OKS gemacht wurde. Sind schon Brutwaben von der jungen Königin vorhanden, hängt man diese dem ersten OKS an oder in das Brutnest. Sind die Randwaben schon verdeckelt, müssen diese Waben mit der jungen Brut nach innen an die offenen Brutwaben gehängt werden. Niemals außerhalb des Brutnestes, dort würden die Eier und kleinen Maden um diese Jahreszeit als Fremdkörper empfunden und hinausgeworfen. Dieser zweite erst im August gebildete OKS, baut wie der erste OKS alle 20 Mittelwände problemlos aus. Weil aber beiden offenen Kunstschwärmen bei normaler Erstellung die Zeit fehlt, ein normal starkes Wintervolk aufzubauen, werden sie Anfang Oktober wieder vereinigt, also wieder zusammengesetzt.
Wenn sich auch im Restvolk eine gute Königin befindet, wird die Königin im Restvolk belassen. Den beiden Brutraumzargen muss dann bald eine dritte Zarge aufgesetzt werden, damit keine Platznot entsteht. Bei entsprechender Langzeitfütterung ergibt das dann normale Wintervölker. Dieses kann ich jedoch nur raten, wenn der zuvor gemachte OKS nicht mit Bienen auf alten Waben verstärkt werden muss. Es sind also beim OKS, anders als bei einem Fegling, mehrere Varianten möglich. Die Bienen werden bei jeder Variante, durch das Drahtgitter, wie beim ersten OKS geschildert, durch beträufeln in der Traube, von den Varroa-Milben befreit.

Die Rückvereinigung

Sollen beide OKS wieder vereinigt werden, aber am gleichen Standplatz stehen bleiben, muss das Restvolk neben den ersten OKS gestellt werden, sonst gehen diesem bei der Vereinigung alle Flugbienen verloren. Im ersten OKS ist in der Regel die bessere Königin, dieser wird dann das Überwinterungsvolk und bekommt das volle Winterfutter. Sind in der oberen Zarge noch Brutwaben, werden sie gegen Waben aus der unteren Zarge getauscht, damit ist das Winterfutter oben und die Brut unten. Die brutfreien Waben aus der unteren Zarge enthalten immer viel Pollen und kommen in die Mitte der oberen Zarge. Dort werden die Pollen mit dem Winterfutter übertragen und die Bienen haben im Nachwinter ein gutes Startfutter. Der zweite OKS wird nur schwach aufgefüttert, denn diesem muss vor dem Zusammensetzen eine Zarge entnommen werden. Die Königin wird dabei entfernt und in die verbleibende Zarge auf dem Unterboden, werden die für das Volk wichtigen Waben aus beiden Zargen einsortiert. Die Brutwaben kommen in die Mitte der Zarge und die Futterwaben seitlich. Ist noch eine gut gefüllte Pollenwabe dabei, kommt diese direkt an die Brut. Niemals außen als Randwabe, denn dort verschimmelt der Pollen im Winter. Steht das nun entweiselte Volk auf einem provisorischen Unterboden, nimmt man beide Zargen des Hauptvolkes zusammen vom Unterboden hoch und setzt sie auf einen Tisch. Die Zarge mit den weisellosen Bienen wird auf den Unterboden gestellt und mit einem Zeitungsblatt abgedeckt. Über den Wabengassen sticht man mit einem Nagel o.ä. Ein paar Löcher in das Papier. Die beiden Zargen mit der Königin nimmt man vom Tisch und setzt sie oben drauf. Durch die Löcher im Papier nehmen die beiden Völker nun Kontakt zueinander auf, nagen die Löcher größer und die Vereinigung erfolgt reibungslos.
Steht der zweite OKS auf einem anderen Standplatz mit einem normalen Unterboden, wird das Volk schon dort entweiselt und die besten Waben aus beiden Zargen in die Zarge auf dem Unterboden einsortiert, wie zuvor geschildert. Anstatt der Folie wird unter den Deckel gleich ein Blatt Zeitungspapier auf die Rähmchen gelegt, damit am neuen Standort keine Bienen auffliegen. Löcher stechen nicht vergessen! Hat sich alles beruhigt und der Flug ist beendet, schließen wir die Beute und bringen sie zu dem weiselrichtigen Volk, welches verstärkt werden soll. Die Beute mit dem weiselrichtigen Volk nehmen wir von ihrem Platz, stellen sie beiseite und die Beute mit dem weisellosen Volk kommt auf dessen freien Platz. Der Futterdeckel wird abgenommen, die beiden Zargen des beiseite gestellten Volkes nehmen wir vom Unterboden und setzen sie oben drauf. Bleiben noch Bienen auf dem Unterboden kehren wir sie auf das Flugbrett oder in den Futterdeckel, der für die Bienen zugängig gemacht ist. Durch das Zusammensetzen der beiden OKS entsteht ein sehr starkes Wintervolk, mit vielen langlebigen Winterbienen, die von zwei Völkern aufgezogen wurden.

Varianten des offen Kunstschwarmes

Varroa-Behandlung im Vorsommer Ein großer Vorteil des OKS ist die Entmilbung eines Volkes bereits im Vorsommer. Wenn durch eine schlechte Behandlung (etwa mit Ameisensäure) zu viele Varroen mit durch den Winter genommen wurden, ist ein solches Volk in der Regel verloren. Eine Behandlung ist während der Trachtzeit nicht erlaubt. Über den offenen Kunstschwarm = OKS ist aber eine totale Entmilbung in der Traube möglich! Hängt man dem ersten OKS gleich eine ausgebaute Mittelwandwabe in die Mitte der ersten Zarge, kann die Königin sofort mit dem Stiften beginnen, es entsteht dadurch kein Brutstopp! Nach dem Ausbau der Mittelwände des zweiten OKS, beide wiedervereinigt, gibt das für die Sommer und Spättracht noch ein gutes varroafreies Wirtschaftsvolk. Beweiselung eines buckelbrütigen Volkes Eine ganz wichtige Variante des OKS ist die Beweiselung eines buckelbrütigen Volkes! Solch einem Volk, wo schon Afterweisel (eierlegende Bienen) tätig sind, ist normalerweise keine Königin mehr beizubringen. Es wird fast immer „das Abkehren des Volkes“ empfohlen, abseits vom Standplatz. Über den offenen Kunstschwarm jedoch, ist eine Beweiselung immer möglich! Viele Versuche, auch von Imkerkollegen, haben mir das immer wieder bestätigt. Das Volk muss aber über Bienen aller Altersstufen verfügen, oder durch zukehren der Bienen von einigen Brutwaben normaler Völker wieder ins Gleichgewicht gebracht werden. Zwei offene Kunstschwärme miteinander vereinigen Wurde aus dem ersten OKS, wie beschrieben, ein starkes Wintervolk aufgebaut, dann haben die offenen Kunstschwärme, aus dem Restvolk gebildet, nicht mehr die Zeit, einzeln ein starkes Wintervolk aufzubauen. Deshalb habe ich zwei, aus den Restvölkern gebildete offene Kunstschwärme miteinander vereinigt und bekam sehr starke Wintervölker. Hierzu habe ich vor dem Auffüttern das Volk mit der besseren Königin ermittelt, welches dann das Hauptvolk ist. Mein Verfahren - OKS - haben wir mit der 17 cm hohen Zander-Flachwabe erprobt und durchgeführt. Machbar ist der OKS auch mit anderen Beutenarten und Rähmchenmaßen. Ein Leser meines Buches (aus Werdohl im Sauerland) berichtete mir: es geht sogar mit Dadant, was ich Anfangs nicht für möglich hielt. Mit Blätterbeuten habe ich das OKS Verfahren auch ausprobiert, allerdings ist hierbei, durch die geringe Volksstärke, ein Restvolk nicht möglich. Die Bienen des ganzen Volkes müssen genommen werden und die Brutwaben verteilt man dann auf andere Völker.

Der offene Kunstschwarm, wie kam er bei Bienen – Experten an?

Ein einfacher Imker hat den offenen Kunstschwarm entwickelt und erprobt Während der Erprobungsphase Anfang der 1990er Jahre berichtete ich meinen Kollegen im Imkerverein von meiner neuen Entwicklung eines offenen Kunstschwarmes und wie es dazu kam. Die 1. Veröffentlichung erfolgte dann in der Fachzeitschriften für Imker „die Biene“ und „ADIZ“ im Jahr 1997, Heft Nr. 7, Seite 21 + 22 . 1999 in „Deutsches Bienenjournal“ Heft 4, Seite 4 – 7 unter: Unbelasteter Wachskreislauf bei gleichzeitiger Varroabekämpfung im „Offenen Kunstschwarm“ Nach der Publikation wurde der OKS von der deutschen Imkerschaft begeistert angenommen. Das konnte ich in Gesprächen, Vorträgen, Telefonaten und Briefkontakten immer wieder feststellen. Viele Fachberater und Wissenschaftler jedoch, die in Vorträgen, und Berichten in den Imker-Zeitschriften, nach ihren eigenen Vorstellungen den Umgang mit den Bienen und das Imkern vermitteln wollten, verschlossen sich leider meinen Erkenntnissen aus jahrelanger Erprobung mit dem OKS. Über 10 Jahre lang wurde er total verschwiegen und in keinem Experten - Bericht wurde das offene Kunstschwarmverfahren erwähnt. Deutsche Bienen-Experten wollte offensichtlich nichts übernehmen oder erproben, was ein einfacher Imker entwickelt hat.

Offener Kunstschwarm in Dänemark kein Problem

Dr. Henrik Hansen, ein erfahrener Bienenspezialist der viele Jahre für die dänische Regierung gearbeitet hat, erprobte das OKS Verfahren zur Sanierung, der von der amerikanischen Faulbrut (AFB) befallenen Völker, mit Erfolg. Mit bis dahin verwendeten Feglingen waren immer wieder Bienenvölker in den Schwarmkisten verbraust oder verhungert. April 2005 – Download: Hansen bestätigt, dass die aggressive Bekämpfung der Varroa-Milbe mit beispielsweise Ameisen- oder Oxalsäure die Faulbrutsituation verschlimmern kann.

Die Langzeitauswirkungen von beispielsweise Oxalsäure können sehr schwerwiegend sein. Selbst wenn anscheinend sichere Gesichtsmasken getragen werden – wobei die meisten die gefährlichen Oxalsäuredämpfe nicht filtern –, kann Oxalsäure zu ernsthaften Lungenerkrankungen wie Lungenödem und COPD führen. Selbstmord auf Raten. Ist dies das Aus einer gesunden Imkerei?

Imkerinnen und Imker wenden den offenen Kunstschwarm an

Ab dem Jahr 2008 konnten interessierte Imker/innen im Internet etwas über den von mir entwickelten OKS erfahren. In einer Kurzfassung beschrieb der Biologe und Imker Frieder Hummel ausführlich die Erstellung und vielfachen Vorteile. Dafür danke ich ihm und für mich war das wieder eine Bestätigung, dass die Imkerschaft das offene Kunstschwarmverfahren anwendet!

Jetzt publizierten auch deutsche Wissenschaftler den OKS

vorerst nur zur Sanierung der von der AFB befallenen Völker. Den Anfang machte Dr. W. Ritter, 2009 in „ADIZ, die Biene und Imkerfreund“ Heft 3, Seite10, unter der Überschrift: Bienengesundheit, Sanierung von Brutkrankheiten schreibt er: Das „offene Kunstschwarmverfahren“ einfach und wirkungsvoll, weiter schreibt er unter: oKSV einfach und praktikabel: Bereits vor einigen Jahren stellte Henric Hansen ein verbessertes Verfahren zur Sanierung der amerikanischen Faulbrut (AFB) vor. Es wird heute als „offenes Kunstschwarmverfahren“ bezeichnet. Vom CVUA Freiburg wurde es weiter verbessert und schon seit Jahren erfolgreich bei der AFB-Sanierung eingesetzt. Auf Seite 11 wird dann das Offene Kunstschwarmverfahren vorgestellt, mit einer Wortwahl und Bebilderung, die für den normalen OKS unbrauchbar sind. Der Unkundige soll hier wohl glauben, der OKS sei von deutschen Wissenschaftlern speziell für die AFB-Sanierung entwickelt worden. (?) Das LAVES Institut für Bienenkunde in Celle schreibt im deutschen Bienenjournal, Heft 6/2010 im Mittelteil, Jahresbericht 2009, 5.9 Überprüfung des „Offenen Kunstschwarmverfahrens“ [...] Im Rahmen einer Doktorarbeit wird anhand von praktischen AFB-Sanierungsfällen das „Offene Kunstschwarmverfahren“ überprüft und die Ergebnisse noch ausgewertet. Im deutschen Bienenjournal 2012, Heft 6, Seite 16-19 schreibt Guido Eich, Bienenzuchtberater beim LAVES – Institut für Bienenkunde in Celle, u.A. in seinem Bericht unter das Niedersachsen-Konzept: Unser Konzept umfasst die Sanierung der AFB im offenen Kunstschwarmverfahren plus Teamarbeit zur Desinfizierung [...] der verseuchten Beutenteile und bezeichnet das offene Kunstschwarmverfahren als dänisches Verfahren. Der OKS ist nun mal ein von mir entwickeltes deutsches Verfahren! Nachzulesen in „Die Biene“ von 1997 und „DBJ“ von 1999.

Es geht aber auch anders

Im Jahr 2010, Arbeitsblatt 312 vom Bieneninstitut Kirchheim, lese ich auch etwas über den OKS. Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen Bieneninstitut Kirchhain. Das offene Kunstschwarmverfahren hat sich zur Prophylaxe bei hohem Sporenbefall mit Sporen der amerikanischen Faulbrut und zur Sanierung nach Ausbruch bewährt. Vorteile: Weniger Stress für Bienen und Imker mit sehr sicherer Wirkung. In diesem Bericht wird die Erstellung des OKS sehr schön bebildert, genau so beschrieben wie er von mir entwickelt wurde und nun schon über 20 Jahre praktiziert wird. In meinen Völkern hatte ich glücklicherweise noch keine AFB. Weil diese anzeigepflichtig ist, kann die Sanierung auch nur unter behördlicher Aufsicht erfolgen. Deshalb bin ich auch sehr erfreut, dass mein offenes Kunstschwarmverfahren im Bieneninstitut in Kirchhain erfolgreich angewendet wird.

Umständlich und arbeitsintensiv ist gar nicht gut

Bei vielen Bienen-Experten ist zu meiner Freude der OKS doch noch angekommen. Mit dem Namen: Der offener Kunstschwarm = OKS, tun sich einige jedoch recht schwer. Darum wurden andere Konzepte um den OKS herum entwickelt, die umständlicher sind und den Imkern und Imkerinnen mehr Arbeit machen und auch noch den Honigertrag schmälern. Die Varroabekämpfung in der Schwarmtraube bleibt auf der Strecke und auf den Ausbau vieler Mittelwände nach der Tracht mit Zuckerwasser wird auch verzichtet. So entstanden: „ein starker Flugtrupp“, ein „Flugling“ und ein „TuB-Konzept“. Ich habe trotzdem immer noch die Hoffnung, dass mein vielfach erprobter, einfacher und bienengerechter offener Kunstschwarm, der auch zur Völkervermehrung sehr gut geeignet ist, so angewendet wird wie ich ihn entwickelt habe und auch so benannt wird. Ganz einfach offener Kunstschwarm oder OKS. Unter: www.bienenbuch.de können alle Interessierten mein Konzept nachlesen.

Nachfolgend einige Beispiele, die den Imkerinnen und Imkern vermittelt werden

Im deutschen Bienenjournal Heft 3,von 2009, Seite 16+17, Schwerpunkt Völkervermehrung, lese ich einen Bericht von Dr. Gerhard Liebig, Teilen und Behandeln, (später nennt er es TuB-Konzept) also ein Konzept, das ich schon Anfang der 1990 er Jahre als Grundlage für den „offen Kunstschwarm“ entwickelt habe. Die Teilung des Volkes in einen weiselrichtigen Teil, die Königin mit den Flug- und Honigraumbienen und den weisellosen Teil, die Brutwaben mit den aufsitzenden Bienen. Dr. Liebig nennt diesen Teil „das Brutvolk“, bei meinem offenen Kunstschwarm (OKS) ist es „das Restvolk“, weil ihm die Flugbienen und ein großer Teil der Jungbienen für den ersten OKS entnommen wurden. Die großen Vorteile des von mir entwickelten OKS sind der Ausbau vieler Mittelwände nach der Tracht mit Zuckerwasser und die optimale Varroabekämpfung in der Schwarmtraube. Nach Dr. Liebigs TuB-Konzept sollen schon während der Trachtzeit die Mittelwände mit Honig ausgebaut werden. Weil es kein OKS sondern ein TuB-Konzept sein soll setzt er die Königin nach Trachtende auf die ausgeschleuderten Mittelwand-Waben, teilt das Volk und verfährt weiter wie bei meinem OKS. Die Varroabekämpfung kann hierbei aber nur durch beträufeln der Bienen in den Wabengassen mit Oxalsäure erfolgen oder durch besprühen der Bienen Wabe für Wabe mit Milchsäure. Ob das nun besser ist als die unselige Ameisensäure-Behandlung nach seinem A-Plus-Konzept, die nicht richtig angewendet, schon vielen, vielen tausend Völkern das Leben gekostet hat? Die Antwort gibt er auf Seite 17 selbst: „ wegen des relativ niedrigen Wirkungsgrades der Behandlung ist eine Restentmilbung der Halbvölker bzw. der wiedervereinigten Völker im brutfreien Zustand im Spätherbst/Frühwinter unbedingt notwendig.“ Frau Dr. Pia Aumeier schreibt 2010 einen Bericht im deutschen Bienenjournal Heft 6, Seite 14+15, Bienenvölker für 2011. Hier macht sie aus dem OKS für Neuanfänger „einen starken Flugtrupp“! Als Maßnahme für die Völkervermehrung empfiehlt sie, aus einem Volk zwei Völker zu machen. Die Erstellung wird in den Vorsommer verlegt und diejenigen, die es nicht besser wissen können und anwenden, werden so um ca. 70 % des Honigertrages gebracht. Außerdem empfiehlt Frau Dr. Aumeier, in die Leerzarge auf dem neuen Unterboden gleich die Mittelwände zu hängen, die Königin oder eine offene Brutwabe dazu. Wie soll denn da ein Bautrieb wie beim OKS entstehen? Die Honigraumbienen werden einfach vor den Kasten auf die Erde gekehrt, wohl in der Hoffnung sie finden den richtigen Kasten wenn mehrere nebeneinander stehen? Dr. Friedrich Pohl nutzt die Volksteilung, wie beim OKS, zum Umwohnen auf ein anderes, noch größeres Wabenmaß, nennt es aber „Flugling“ und falscher Weise auch einfach „Kunstschwarm“. Da es aber kein OKS sein soll, klemmt er die Waben in die größeren Rähmchen und lässt die Lücken mit Wildbau ausbauen. Wenn er die Honigraumbienen auf diese verunstalteten Waben kehrt ist das kein „Kunstschwarm“, sondern ein Umwohnen auf andere Waben. Auch dann nicht, wenn er das Restvolk auf einen anderen Platz stellt und die Flugbienen dieser verunstalteten Beute zufliegen lässt. Die Neuanfänger, die auf diesen wissenschaftlich empfohlenen Unfug hereinfallen, können mir nur leid tun. Im nächsten Jahr sind dann Waben vorhanden, die gleich zwei Rähmchenhölzer in einer Wabe haben. Um zu normalen Waben zu kommen, müssen diese dann mit viel Honigverbrauch in der Trachtzeit ausgebaut werden. Mit den zuvor genannten Beispielen will ich der Imkerin und dem Imker (Neuanfänger) aufzeigen, dass es leider auch von Fachberatern und Bienen-Experten Methoden, Konzepte oder Ratschläge gibt, die möglicherweise mehr verdummend als belehrend sind. Es ist mir unerklärlich, warum solch umständliche und schädigende Konzepte (schädigend für Bienen, Imkerinnen und Imker) um meinen einfachen , wirkungsvollen und bienenfreundlichen offenen Kunstschwarm herum konzipiert werden.

» zur Startseite